Himmel & Erdung: Spirituell leben in der Netzzeit (RefLab)

Himmel & Erdung: Spirituell leben in der Netzzeit (RefLab)

Deine Zeit für ein gutes Gespräch

Transkript

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00:00:00: Ich habe tatsächlich mal ein Liebesgedicht mit KI-Unterstützung geschrieben und ich hab mich dabei selber nicht schlecht gefühlt, weil ich dachte mein Prompt ist ja kreativ.

00:00:16: Wir müssen glaube ich ein bisschen davon wegkommen dass man Menschen brandmarkt wenn sie solche Angebote nutzen.

00:00:26: Himmel und Erdung.

00:00:39: Was ist der Sinn des Lebens?

00:00:41: Hab ich eine KI gefragt.

00:00:43: Antwort, das ist wohl die hatnerkigste Frage der Philosophie-Geschichte.

00:00:49: Die Antworten reichen von Glück und Tugend über Gott erkennen und lieben Bis zu.

00:00:56: es gibt keinen vorgegebenen Sinn also erfinde ihn.

00:01:01: Herzlich willkommen bei einer weiteren Episode von Himmel und Erdung.

00:01:06: Ich bin Johanna Di Blasi, Kulturjournalistin und Mitarbeiterin des RevLab.

00:01:12: Nach Gesprächen mit einem Forscher der Fraunhofergesellschaft und einem Theologen, der sich mit religiösen Robotern beschäftigt, führt mich meine Spur heute nach Zürich zu einem Forschungsprojekt das im deutschsprachigen Raum bislang einzigartig ist Digital Religions.

00:01:33: Zu Gast sind der Theologe Thomas Schlag und die Doktorandin Sina Horner, sie geben Einblicke in eine aktuelle Studie, die der Frage nachgeht wie junge Erwachsene in der Schweiz KI als Gesprächspartner nutzen?

00:01:50: Gerade auch dann wenn es um große Lebensfragen geht!

00:01:54: Denn immer häufiger wenden sich ja Menschen mit sehr persönlichen Fragen nicht mehr nur an andere Menschen, sondern auch an künstliche Intelligenz.

00:02:05: Habt ihr denn heute schon einen Chatbot genutzt für Lebensfragen als persönlichen Ratgeber?

00:02:12: Tatsächlich nein!

00:02:14: Für mich war es ihren Ratgebern für was Wissenschaftliches, was ich noch vorbereiten musste Kurs heute Vormittag und dafür habe ich es genutzt.

00:02:23: Insofern war das auch irgendwie ein bisschen persönlich, aber eher auf der fachlichen Ebene.

00:02:29: Wie oft benutztest du schon täglich inzwischen?

00:02:33: Nicht täglich also je auf Zurufe.

00:02:36: dich sagen kannst gar nicht so genau sagen vielleicht zwei drei vier mal die Woche in der Regel aber relativ kurz.

00:02:44: Da bist Du wahrscheinlich in der Minderheit.

00:02:47: Ich nutze es Definitiv derglicher, aber auch für sehr viele kleine Aufgaben.

00:02:53: Wie kannst du noch mal über das E-Mail drüberlesen?

00:02:56: Das Glätten oder eine Übersetzung Deutsch, Englisch, Engelisch, Deutsch einfach weil es so viel schneller geht.

00:03:02: Das könnte ich auch anders machen.

00:03:04: Aber es ist effizient dann im Alltag.

00:03:08: also nicht zu sehr persönliche Fragen Lebensratgeber fragen auf

00:03:13: einer täglichen Basis bestimmt Nicht die Lebensrat Geber.

00:03:17: fragen Wie hätt ich eher so bei, auf einem Monatlichen oder hat so zwei-drei-Monatlichen, was ist angesiedelt?

00:03:29: Was ist das letzte, was du gefragt hast.

00:03:31: Was mehr ins private ging?

00:03:34: Ah!

00:03:34: Das ist deine schwierige Frage.

00:03:37: wahrscheinlich war es eine Beschreibung einer Situation und dann also eine Situation die ich etwas schwierig finde und dann rat wie ich das geschickt hädeln kann.

00:03:56: Sehr spannend!

00:03:57: Thomas Schlag ist Professor für praktische Theologie an der Uni Zürich.

00:04:03: Und Sina Horner, du bist Doktoratstudentin und ihr seid beide in dem... also du, Thomas hast dieses Forschungsprojekt, dieses spannende Forschungs-Projekt mit initiiert aufgelegt, Digital Religions hier in Zürch.

00:04:18: Und, Sina, du machst da deine Studie?

00:04:21: Es interessiert dich wie junge Erwachsene heute diese Chatbots nutzen auch und private Fragen.

00:04:29: Digital Religions, das ist in der Corona-Zeit gestartet worden, im Jahr ein Jahr früher ist übrigens das RefLab gestartet.

00:04:40: Und ich habe mir noch mal gedacht Thomas, ist es ein Zufall dass gerade auf reformierten Boden solche avancierten Institutionen und Projekte immer wieder möglich werden?

00:04:54: Ich kann jetzt ja nicht für Swerflab sprechen und ich würde auch sagen, unser Projekt ist jetzt nicht wirklich auf reformierten Boden angesiedelt.

00:05:00: Wir haben ja bewussten sehr weiten Zugang zum Religionsthema – es ist natürlich ein universitäres Programm.

00:05:07: Es sind einige reformierte Theologinnen und Theologen dabei aber in der Mischung würde ich gar nicht sagen, das ist jetzt irgendwie im reformierter Boden.

00:05:21: den Geist der Zeit zu erwischen und zu überlegen, was sind eigentlich neue Kommunikationsformen?

00:05:26: Wie verändert sich Religion.

00:05:27: Und Schwerfeld macht es zwar mehr auf der Ebene der Kommunikation nach außen.

00:05:31: wir sind natürlich stärker Forschungsmäßig angegangen aber ja insofern ist es vielleicht kein Zufall dass sie es in einer sehr ähnlichen Zeit begonnen hat beides.

00:05:47: Welten verwandelt.

00:05:48: Das ist ja eigentlich Forschung in Echtzeit, das passiert ja gerade jetzt und mit KI ist da richtig nochmal eine Dynamik hineingekommend so konnten wir das vor vier fünf Jahren auch noch nicht vorhersehen was da noch mal passieren würde.

00:06:04: Und eben wir sehen dass Menschen es mehr und mehr Nicht nur als Werkzeug verwenden wie du heute schon als Informationswerkzeug sondern auch als gegenüber.

00:06:15: Da ist eure Pilotstudie jetzt angesiedelt.

00:06:18: Meine Frage wäre nun, was wolltet ihr mit dieser Studie herausfinden und was hat euch selbst überrascht?

00:06:28: Also erstmal völlig klar wir haben nicht damit gerechnet als wir die universitäre Forschungslandschaft betreten haben dass uns KI in der Weise einholt wie das seit vier Jahren ungefähr der Fall ist.

00:06:42: Tatsächlich kann man ja so grundsätzlich sagen, was sich jetzt verändert ist.

00:06:47: Dass die digitalen Medien, die bisher immer Kommunikations- und Transportmedien waren, dass sie in gewisser Weise auf einmal zurücksprechen ich sage es mal bewusst ein bisschen plastisch also das da irgendwie noch eine neue Form von Interaktion beginnt oder stattfindet.

00:07:07: Tatsächlich haben wir so für uns überlegt, jetzt angesichts dieser Entwicklungen der letzten Jahre – ich muss fast sagen die letzten Monate – inwiefern verändert sich jetzt sozusagen durch dieses maschinelle gegenüber religiöse Kommunikation.

00:07:25: Oder was tut sich da in besonderer Weise?

00:07:27: Und da haben wir lange auch rum überlegt, weil wir es schon beide festgestellt haben.

00:07:31: Auch durch private Zusammenhänge aber auch durch Forschungszusammenhänge.

00:07:34: Da kommen diese AI-Companions ins Spiel ja erstmal so einen ganz zäkularen Zusammenhängen mit den Menschen suchen sich Rat oder nutzen sie als Gegenüber und so weiter.

00:07:44: Und dann habe ich gesagt jetzt lassen uns doch mal das auf eine religiöse im weitesten Sinne aus einer religiösen Ebene anschauen.

00:07:51: Und dann haben wir uns zusammengetan, insgesamt doch zehn Personen aus Psychologie und Religionswissenschaften und Kommunikationswissenschafts, Philosophie, Ethik, Theologie usw.

00:08:04: und wollten mal genauer gucken wie können wir diesem Phänomen auf die Spur kommen?

00:08:09: und haben dann lang überlegt, wen fragen wir denn danach was jetzt quasi sich hier tut gerade?

00:08:15: Und dann kann niemand auf die geniale Idee sagen lass uns doch Studierende befragen.

00:08:19: Wir haben erst überlegt Jugendliche oder was machen wir jetzt?

00:08:22: und dann sagt jemand lasst uns doch mal gucken Studierendes sozusagen in dieser Umbruchssituation vom Elternhaus vom heimatlichen Gefühl aus.

00:08:30: Jetzt die brechen auf irgendwie zum Studium.

00:08:34: vielleicht ist das ja eine spannende Gruppe um mal zu gucken.

00:08:37: Nutzen die das?

00:08:38: Und wenn ja, eben für diese sogenannten großen Fragen.

00:08:41: Das war irgendwie so mal unser Ansatzpunkt.

00:08:43: Dass sich an diesem Alter immer mehr auftun aber dann vielleicht auch durch diese Umbrüche, die sich durch den Wechsel ins Studienleben ergeben neue soziale Kontexte, vielleicht neuer Wohnort...

00:08:55: Ja!

00:08:57: Übrigens, wenn ihr meinen Podcast Himmel und Erdung abonnieren möchtet freue ich mich.

00:09:03: Ihr findet ihn überall wo es Podcasts gibt Und bleibt gerne dran bis zum Schluss, wo es immer eine Zusammenfassung des Gesprächs gibt in Form von fünf Himmel- und Erdung Einsichten.

00:09:37: Ist das etwas, das sehr einbricht in das Leben von jungen Leuten heute?

00:09:43: Oder könnt ihr das gut integrieren?

00:09:47: Gib mir da mal ein bisschen Einblick.

00:09:50: Also die ganz allgemein so mit dem Smartphone sind ja dann doch schon viele von uns aufgewachsen.

00:09:58: Ich habe meinen Zeit, ich acht

00:10:00: bin.

00:10:01: Also ja schon eher früh aber das war dann zunächst nur für Notfälle.

00:10:05: also ich glaube viele dieser digitalen Dinge die machen wir schon mit links oder im schlaf.

00:10:11: aber ich glaube was uns noch so ein bisschen unterscheidet von der nächsten generation ist schon eine reflektionskompetenz also der bewusste umgang damit weil es dann doch nicht so seit geburt.

00:10:27: Also ich bin nicht zeitlich auf der Welt, bin am iPad.

00:10:30: Wie halt heutzutage.

00:10:31: doch bei gewissen Babys ist das ja der Fall oder Kleinkindern.

00:10:37: und

00:10:39: jetzt mit KI erlöbe ich es aber doch deutlicher auch dass sich mehr aktiv Gedanken dazu machen kann inwieweit ich es in meinen Alltag integriere, es ist nicht so selbstverständlich wie das Internet oder das Handy sondern vielmehr ein Abwägen und auch strategische Gedanken.

00:11:04: Wie ich es gezielt nutze?

00:11:06: Wenn es alle anderen nutzen sollte ich es dann auch

00:11:09: tun.

00:11:10: solche Dinge im persönlichen Alltag kommt.

00:11:18: es denke ich erst seit wirklich einem paar wenigen Monaten.

00:11:23: Für mich jetzt auch durch diese Forschungsinteressen hatte ich dann wie auch ab und zu den Gedanken, ja ... Ich könnte ja hierzu eigentlich die KI fragen... Also ich sehe es auch bei anderen, ich höre es bei anderen dass die Beziehungsprobleme mit der KI besprechen.

00:11:43: also jemand meinte zu mir meine Freundin die fragt gar nicht mehr mich sondern die kommt dann zu mir und sagt ja, ChatGPT hat gesagt das.

00:11:51: Und dann ist es in dem Sinne vielleicht auch ein Umbruch dessen wie wir jetzt hier miteinander umgehen.

00:11:57: was mache ich?

00:11:57: Wenn ich merke meine Freundin, die spricht viel lieber mit ChatGPP über ihre Probleme als mit mir

00:12:03: Was würdest du mit dir machen wenn dein Freund dir ein Liebesgedicht schreibt und er macht das mit KI Unterstützung?

00:12:15: Ich habe tatsächlich mal ein Liebesgedicht mit KI-Unterstützung geschrieben.

00:12:20: Und ich hab mich dabei selber nicht schlecht gefühlt, weil ich dachte mein Prompt ist sehr kreativ und was ich daraus mache ist sehr Kreativ.

00:12:35: Generell mit den KI-Aupods nehme ich nie einfach... nur so hin, sondern die editiere ich dann ja auch immer wieder.

00:12:43: Weil meistens bin ich eigentlich nicht sofort mega happy mit den Texten, insbesondere wenn es um sie Kreativität geht oder um einen persönlichen Ausdruck aber als Hilfsmittel dafür finde Sehr nützlich und da habe ich mich eigentlich auch nicht schlecht gefühlt, das so zu machen.

00:13:00: Und ich glaube, ich wäre in dem Sinne auch nicht enttäuscht als kommt daneben drauf an wenn mein Freund es nur copy pasted dann ja dann ist vielleicht ein bisschen andere Situation.

00:13:11: Wenn ich da was dazulegen darf eine unserer Söhne ist dreiundzwanzig und wir saßen neulich am Tisch zusammen und dann musste durfte wie auch immer ich einige Geburtstagskarte schreiben und eine Trauerkarte mit der Hand am Arm und dem Stift und allem drum und dran, habe die relativ vollgeschrieben beide Karten.

00:13:31: Und dann irgendwann guckte er mich an und sagte, das hast du jetzt beides ohne JetGPT geschrieben!

00:13:38: Dann hatte ich gesagt ja klar wie sonst?

00:13:41: Also will nur sagen erstens handschriftlich sowieso so diese Karten und dann aber auch so fand ich interessant dass er sich das fast gar nicht mehr vorstellen konnte, dass man eine Trauerbekundung ohne JetGBT schreibt.

00:13:54: Also es kriegt auch irgendwie so ein Automatismus.

00:13:56: Jetzt eben, klar man promptet noch und ist kreativ und so.

00:14:00: aber da dachte ich schon so ein bisschen okay was passiert denn mit unseren... also auch schreiben die man selber bekommt wie persönlich sind sie wirklich oder sind sie

00:14:11: durchgeneriert?

00:14:12: Wenn man merkt ja das hast du doch jetzt sicher nicht selbst geschrieben Das war doch eine KI.

00:14:17: Ja es kann auch ein bisschen frustrierend sein.

00:14:19: Ich

00:14:20: glaube da bewegen wir uns ganz in die Mitte der Fragen eurer Studie auch hinein.

00:14:26: Wie nutzen das, äh, die jungen Menschen?

00:14:29: Also Zina du hast schon gesagt, ähm es sind Studierende, die ihr gefragt habt hier in Zürich.

00:14:36: Welche Fragen stellen Sie den Chatbots?

00:14:40: Ähm vielleicht ganz allgemein zu Beginn.

00:14:45: Ähm also fünfhundert zwölf Leute haben an der Befragung teilgenommen über Ja, mehrere Studien gingen weg.

00:14:52: Also wir haben an der ganzen Universität Zürich rekrutiert und von diesen fünfhundert zwölf Menschen nutzten vierhundert.

00:15:01: Ich glaube, ich muss kurz nachschauen.

00:15:04: Ich kann das eigentlich alle auswendig aber vierhundertneunundfünfzig Personen nutzen Chatbots und siebenunddreißig haben angegeben gar keine Chatbutts zu nutzen.

00:15:15: also man kann sagen neunzig Prozent Genau.

00:15:18: Was nutzen Chatbots jetzt erst mal überhaupt?

00:15:20: Also nicht gleich schon für persönliche und große Fragen, aber...

00:15:25: ...nutzen die ganz allgemein.

00:15:27: Genau!

00:15:28: Und davon wird am Allermeisten der Open AI Ambientor ChatGPT genutzt.

00:15:33: Und tatsächlich nutzen es die meisten Leute, die nutzen das für die Produktivität.

00:15:38: Das ist so.

00:15:39: Die Produktivitat ist der Hauptnutzungszweck Als nächstes kommt Unterhaltung und dann an dritter Stelle ist diese sozialemotionalen Nutzung.

00:15:50: Was uns ein bisschen überrascht hat, das ist erstmal... dass so viele teilgenommen haben in der Studie.

00:15:54: also wir reden jetzt von über fünfhundert Personen, aber Fragebogen gegen etwa eine Viertelstunde lang.

00:16:00: Das heißt da haben sich auch ganz viele Studierende die ja sonst irgendwie auch anderes zu tun hätten.

00:16:05: vielleicht haben sich ganz viel Zeit genommen dran teilzunehmen und Fragen zu beantworten.

00:16:11: Das hat uns schon mal überrascht, kann man sagen.

00:16:13: Und dann doch ein relativ hoher Anteil derer von dem, wie du gerade hast, also der so auf einer sozial emotionalen Ebene diese Angebote inzwischen nutzt?

00:16:25: Ja es wird sozial und emotional genutzt noch nicht an primärer Stelle aber das ist ja auch erwartbar.

00:16:32: Und dort stellt sich ja dann auch die Frage, wie viel Soziales steckt denn nicht schon in der Produktivität drin nur schon darin, wie ich mit Kai spreche.

00:16:42: Was meinst du mit Produktivit?

00:16:45: Mit produktiver Nutzung, meine ich im Sinne von dass es funktional instrumentell ist.

00:16:51: Schreibt mir die E-Mail, schreibt mir Code solche Dinge und

00:16:57: oder... Da könnte man sagen coachen mich Ist im weiteren Sinne auch funktional?

00:17:03: Ja, kann man funktionell sehen.

00:17:05: Worauf ich eher hinaus will ist auch wenn ich dann frage was denkst du soll ich in der E-Mail schreiben Was denkst Du ist ja eine sehr persönliche Ansprache und die KI denkt ja nicht wirklich das sind Zahlen im Hintergrund.

00:17:22: Das Interface das suggeriert mir ja das gedacht wird das ist eben das Design dass dann zum Beispiel Chattypidi hast du erwähnt aber müsste man noch andere die Psyk erwähnen.

00:17:32: Claude oder Le Chat, französischer Anbieter suggeriert mir ja dass ich es da mit einem Denkenden gegenüber zu tun

00:17:43: habe.

00:17:44: Genau das heißt ich hab das Gefühl ist fast schon unmöglich da die soziale Komponente rauszunehmen.

00:17:51: aber wenn wir nach der Sozialemotional Nutzung fragen dann haben wir gefragt nutzt du es um Rat?

00:18:00: Rat zu bekommen für Lebensfragen.

00:18:03: Wir haben drei unterschiedliche Dinge gefragt, wir haben gefragt, hast du Chatbots genutzt um Rat zur Lebensentscheidung einzuholen?

00:18:13: und ganz normal um Gespräche zu führen oder auch um Gesellschaft oder emotionale Unterstützung zu erhalten?

00:18:25: Und die Sachen verschwimmen schon ein bisschen.

00:18:26: das glaube ich kann man schon sagen.

00:18:28: also wir hatten dann In unserem Fragebogen, der mehr oder weniger quantitativ mit digitalem Ankreuzen vor allem ausgerichtet war.

00:18:39: Da gab es aber auch die Möglichkeit für offene Antworten und da kann man schon feststellen dass bei vielen dieser wo die Studierenden sagen konnten was konkret sie gefragt haben zum Beispiel Dass da viele so verschwinden und sagen, ich kann mich nicht entscheiden für ein Studium.

00:18:58: Das sind meine Optionen.

00:19:00: Was würdest du mir raten?

00:19:02: Was kann man sagen?

00:19:03: ist das eine Funktionale oder eine persönliche Frage?

00:19:06: Ja, das stimmt.

00:19:07: dabei muss man noch ergänzen.

00:19:09: Dabei haben wir dezidiert nach den großen Lebensfragen gefragt.

00:19:15: große Lebensfragen also Geburt Liebe Tod Sowas in die Richter.

00:19:22: Orientierungssinn,

00:19:24: wer bin ich?

00:19:25: Also mein Selbstbild aber auch meine Zugehörigkeit im sozialen Kontext dann aber auch natürlich religiöse und spirituelle Fragen.

00:19:34: gibt es etwas größeres da draußen.

00:19:36: Gibt es Gott warum lässt er leid zu solche Dinge?

00:19:40: wie sieht das aus mit den religiösen und spirituellen fragen?

00:19:46: Was habt ihr da ausgefunden, bewegt das die heute jungen Studierenden sehr?

00:19:51: oder ist es vielleicht eher sogar ein Randthema?

00:19:55: Also erst mal was uns aufgefallen ist.

00:19:57: Wir haben danach gefragt wie sie religiös sozialisiert sind also wo Sie sozusagen ihre religiöse Herkunft ansiedeln und dann haben wir sie gefragt wo sie heute mit ihrer religiüsen Zugehörigkeit stehen und das war sehr eindrücklich.

00:20:11: dass wir zum Beispiel Also einen relativ hohen Anteil in der Prägung reformiert, evangelisch, katholisch haben und dass dieser Anteil quasi jetzt über diese zwanzig Jahre das jeweiligen Lebensinweck massiv abgestürzt ist muss man wirklich sagen.

00:20:29: Zum Teil von dreißig Prozent sagen sie sind reformiert sozialisiert.

00:20:33: Jetzt sind noch sieben oder acht oder neun Prozent die sagen ich gehöre da noch irgendwie dazu Während zum Beispiel der Aspekt Ich bin atheistisch erzogen oder ja, Gekleines.

00:20:46: und jetzt sagen aber irgendwie dreißig- fünfundreißig Prozent ich fühle mich als Atheist.

00:20:51: Also man kann schon daraus irgendwie ablesen dass sich so die religiöse Gesamtlage schon mal verändert.

00:20:57: was ein interessantes Nebenergebnis für uns ist entspricht natürlich auch den generellen Trends von denen man sonst weiß naja dann haben wir aber glaube ich trotzdem im Bereich derer explizit als religiös noch oder confession muss so sagen konfessionell verortet finden, haben wir eine ganze Reihe unterschiedlicher religiöse Bezüge.

00:21:20: Also es sind jetzt bei den großen Fragen ich weiß nicht insgesamt etwa glaube ich zehn Prozent oder Sina die sagen ja also das ist dezidiert ne Frage die meine religiose Haltung oder die Gottesfrage oder sowas angeht aber immerhin es kommt doch einiges zusammen.

00:21:37: Würdet ihr sagen, das ist schon Ausdruck der Sekularisierung?

00:21:40: Oder weil die jungen Leute haben ja existenzielle Fragen auch tiefere Fragen oder stellen sie die nur anders.

00:21:50: Ich glaube so Fragen wie Sinn, die bleiben können sowohl religiös als auch psychologisch beantwortet werden.

00:22:04: also ich glaube so Kern Bedürfnisse des Menschen nach Orientierung und Halt, die werden einfach aus einer anderen Perspektive angegangen und beantwortet.

00:22:18: Bei diesen großen Lebensfragen steckt da deshalb auch so viel unterschiedliches mit drin.

00:22:25: also religiöse Erfahrungen oder spirituelle Erfahrungen machen dort definitiv einen kleineren Anteil der Fragen aus.

00:22:37: Aber Orientierung und Sinn, da haben viel mehr Leute angegeben, dass sie sich dazu austauschen mit der KI – das verschwimmt ja dann auch wieder irgendwie oder?

00:22:51: Also was macht bei mittender Frage eben wenn Wo die Studierenden Auskunfts geben, was sie selber die KI oder den Companion schon gefragt haben.

00:23:02: Und dann sagt jemand naja ich habe die Frage gestellt wieso existiere ich?

00:23:07: Jetzt kannst du sagen ja was ist das jetzt?

00:23:09: ist es eine Sekulare oder eine religiöse oder ne existenzielle oder eine spirituelle frage?

00:23:14: Das ist jetzt für uns erst mal noch gar nicht so entscheidend, sondern wir stellen einfach fest.

00:23:19: Da kommen eben deshalb diese großen Fragen des Lebens und ob die dann jemand religiös platziert oder sagt ich überleg mir bei so einer Frage wieso existiere ich?

00:23:29: Ist das eine Gottesfrage oder ist es keine Gottesfragung?

00:23:31: Das ist natürlich dann das nächste aber wir stellen erstmal festes Verschwimm.

00:23:35: tatsächlich also Das ist auch das Kerngeschäft der Religion, dass sie mit diesen existenziellen Fragen umgeht.

00:23:42: Auch wenn die Leute sagen ja nicht ich überlege jetzt so wie sieht meine reformierte Identität aus oder sowas?

00:23:50: Sondern das sind sehr tiefgehende grundsätzliche Fragen wo dann die Konfessionen und die kirchliche Zugehörigkeit gar nicht in erster Linie im Zentrum steht.

00:23:59: aber ich würde es eben nicht als Sekularisierung bezeichnen sondern vielleicht sind wir in Zeiten der Existenzialisierung

00:24:07: Spannender Gedanke.

00:24:10: Ja, ich glaube das sind einfach sehr dehnbare Gefäße sozusagen oder ist einfach sehr formbar.

00:24:21: Beispielsweise viele spirituelle Praktiken sind aktuell ja auch sehr populär in nicht-spirituellen Communities, also beispielsweise Yoga oder Meditation generell Achtsamkeit solche Dinge und dann wenn das beispielsweise jetzt im Corpus vorhanden ist auf dem der DKI trainiert wurde wird diese wahrscheinlich auch so antworten.

00:24:50: Wenn wir sagen oder diagnostizieren können da ist eine Tendenz zur Existenzialisierung

00:24:57: Wie seht

00:24:58: ihr denn da oder sieht ihr da einen Zusammenhang gerade auch mit dieser Digitalisierung und dem Durchmarsch, würde ich fast sagen der KI das gleichzeitig diese Tendenz der Existenzialisierung spürbar wird?

00:25:15: Vielleicht ist gut.

00:25:18: Wenn man noch mal genauer hinguckt, als war es die eigentlichen Chatboard empfinden oder da haben wir ja spannende Sachen rausgefunden.

00:25:24: Dann kommt der Sache noch ein bisschen näher.

00:25:26: also was wird denn dieses Gegenüber eingeschätzt?

00:25:30: Also wir haben nach Rollen von Nehmun gefragt.

00:25:33: das ist das wo du oft hinaus möchtest oder?

00:25:36: Genau in erster Linie als Werkzeugtool aber dann schon an zweiter Stelle kommt so etwas wie Assistentin und dann ein dritter stelle Ratgeberin Vielleicht an fünfter Stelle, wenn ich mich richtig erinnere, Therapeut hin und dann auch solche Dinge wie Gesundheitscoach.

00:25:57: Und das sind ja doch auch existenziell leidgebende Rollen, wenn man es so bezeichnen kann.

00:26:05: Ich finde an dieser Stelle spielt die gesellschaftliche Unsicherheit wahrscheinlich mit rein.

00:26:10: Deshalb haben wir uns jetzt eine Gruppe im Umbruch ausgesucht.

00:26:16: Und weil du gefragt hast, was bringt die KI jetzt da vielleicht an neuen Gesprächsmöglichkeiten mit sich?

00:26:25: Also ich fand noch spannend.

00:26:27: Ich kann es noch gar nicht genau einschätzen dass der KI in dem Fall auch eine gewisse Wärme zugesprochen wird.

00:26:34: also nicht unbedingt eine Menschlichkeit aber doch oder so kann man sagen ein Gegenüber das nicht einfach nur Kalt und Maschine ist Haben wir lange auch im Gesamteam darüber diskutiert, wie ist das eigentlich zu verstehen?

00:26:47: Also da stimmt vielleicht die alte Zuordnung.

00:26:50: Auch nicht mehr dass man sagt ja empfinden jetzt Menschen, die die KI nutzen als Maschine oder als persönlichen Partner Es ist irgendwie vielleicht dazwischen oder?

00:27:03: Ja es ist sicher ein Balanceakt der dann in jeweiligen Gespräch auch entstehen kann und gleichzeitig jedoch sind die natürlich auch so trainiert und es gibt ja auch die Einstellungen.

00:27:21: Ich kann selber sagen, ich möchte dass mein Chatbot mir wärmer interagiert.

00:27:28: Ich ganz persönlich habe meinen Chatbot so eingestellt das ich möchte, dass er mir mehr Pushback gibt also weniger validiert Also

00:27:39: weniger Bestätigung.

00:27:40: Genau, ich möchte das schon kritisch ist mit mir

00:27:44: und funktioniert das?

00:27:47: Nicht immer!

00:27:49: Es ist mir dann so ein Hinweis hier nochmals kritisch nachzudenken was ja doch schon das ist, was ich will.

00:27:56: aber danach erfrage ich mich macht da jetzt diesen Pushback weil es wirklich etwas gibt dass man da kritisieren kann oder weil es die Aufgabe hat zu kritisiert.

00:28:09: Also ich traue dem nie ganz zurück.

00:28:12: zur Wärme, das kann man ja einstellen nach persönlicher Präferenz.

00:28:17: Die Bots werden durchaus auch als empathisch empfunden, empathisch offenbar wahrgenommen.

00:28:26: Du bist da nicht ganz... Ich will

00:28:29: mal überlegen ob wir das so sagen können.

00:28:31: also Wie gesagt, ich glaube die Studierenden sind sich sehr zähm drüber im Klaren.

00:28:36: Sie haben es mit einem technischen Gegenüber zu tun nicht mit einer Person und das ist schon irgendwie klar.

00:28:45: aber es löst sozusagen in der Interaktion sowas aus dass sie sagen wir mal so dass sie für bestimmte Fragen darauf vertrauen dass ihnen der Jetboard eine sinnvolle Antwort gibt.

00:29:00: Also man muss ja wirklich nochmal genauer hingucken.

00:29:03: Das wäre dann auch die Autoritätsfrage, also was trau ich dem

00:29:07: zu?

00:29:07: Genau, also eher so eine Vertrauensfrage.

00:29:11: aber eben in dieser Spannung und siehner sagt er in so einer Balance... Ich weiß es ist ne Maschine, aber ich traue ihm oder ihr zu dass Sie mir für eine bestimmte Frage irgendwie eine Orientierung gibt.

00:29:24: Das ist ja interessant, muss ein bisschen paradox sein.

00:29:27: Normalerweise sagen wir immer die Kaffeemaschine ist eine Kaffeemaschine und mein Gegenüber die Partnerin ist ne Partnerin und es könnte sein dass diese Instanz der Chatbots irgendwo tatsächlich dazwischen liegt wofür wir noch gar keine richtige gute Beschreibung haben.

00:29:42: also es ist eben eine Interaktion zwischen in dem Fall jetzt den Menschen an dem Chatbot und in der passiert was Also insofern ist vielleicht gar nicht mehr so entscheidend.

00:29:54: die Frage, als was wird das... ...die KRKI wahrgenommen?

00:30:01: Das ist klar.

00:30:01: Das weißt du wissen die Studierenden.

00:30:04: Das ist gefüttert, das ist algorithmisiert und so weiter.

00:30:07: Und trotzdem findet eine Interaktion statt wie wenn es eine reale Person wäre.

00:30:13: also das Entscheidende ist eigentlich so.

00:30:14: das dazwischen finde ich und das ist schon sehr erstaunlich.

00:30:19: wir wissen natürlich nicht dass haben wir nicht abgefragt Inwiefern Sie sich dann auch orientieren an den Ratschlägen?

00:30:26: Ja, das wäre spannend weiterzuschauen.

00:30:28: Was machen sie mit den Antworten die Sie bekommen haben wenn Sie drei Uhr nachts Ihre Beziehungsprobleme mit der KI besprochen haben?

00:30:36: Für diesen Balanceakt vielleicht noch die Datensicherheit?

00:30:42: solche Dinge werden nicht hoch eingeschätzt und trotzdem aber wird eine Expertise zugeschrieben.

00:30:51: Wir sind in so Krisensituationen.

00:30:53: Das haben wir ja auch ausgefunden, also wenn man mal das Existenzielle nochmal weitet ganz häufig wird gesagt ich habe gefragt wie entweder in der persönlichen aber auch in einer gesellschaftlichen Krise wie soll es jetzt weiter geben?

00:31:05: Das fragt man normalerweise ja auch bestenfalls das Gegenüber Aber nicht eine Maschine.

00:31:12: und da wird gefragt Ja Wie soll ich mit den großen Katastrophen die uns bevorstehen eigentlich umgehen?

00:31:20: Das ist ja eine hoch existenzielle Frage.

00:31:24: Ja, und diese Wahrnehmung ... Du meintest vorhin Sie sind sich bewusst dass das da eine Maschine ist

00:31:33: etc.,

00:31:34: Und gleichzeitig ist diese Wahrnehmung einer emotionalen Validierung ganz ausschlaggebend dafür... Was meinst du

00:31:43: mit Validierungen

00:31:44: jetzt?

00:31:44: Dass man bestätigt wird.

00:31:46: Bestätigen.

00:31:48: Verstanden fühlt, emotional verstanden füht oder auch in seinem Anliegen gesehen solch Aspekte.

00:31:57: Und dort das ist doch entscheidend dafür dass man die Ke auch auf dieser sozialen und existenziellen Ebene nutzt.

00:32:08: also man geht ich kann auch von mir sprechen da eine Beziehung ein, also es hat Parasoziale.

00:32:16: Also wie kann man sagen?

00:32:17: Es

00:32:18: ist deine soziale Interaktion keine parasoziale... Das

00:32:21: hat quasi soziale Züge.

00:32:24: ich traue ihr auch einiges zu.

00:32:29: Wie viel traue ich mir selbst noch zu?

00:32:32: Wie viel Trauen sich die Studierenden da selbst noch an denken?

00:32:37: und das ist eine Frage die mich auch beschäftigt.

00:32:40: ja Sowohl bei anderen als auch bei mir selber trauen wir uns überhaupt noch zu, diese Aufgaben selber zu lösen.

00:32:50: Diese Aufgaben nicht halt in und selber auch zu beantworten.

00:32:57: Nicht an jemandem oder etwas anderes heranzutragen werden wir vielleicht auch ungeduldiger weil die Antwort kommt da ja immer ganz schnell und ganz umfänglich.

00:33:10: Ist da auch die Studieaussage kräftig, was das anlangt?

00:33:15: Da haben wir sagen in Deutschland noch keine wirklichen Ergebnisse.

00:33:19: Das wäre wirklich für eine Folgestudie, die wir ja auch planen nochmal vertieft anzuschauen.

00:33:25: Ich glaube also wenn es stimmt was auch Sina am Anfang gesagt hat dass wir je länger desto mehr bestimmte Formen unserer Kommunikation automatisieren.

00:33:36: Also die E-Mails werden nochmal sozusagen durchgeguckt, die irgendwann die Trauerkarten werden geschrieben

00:33:42: etc.,

00:33:43: also ich erlebe viel zu Automatismen auch bei mir vielleicht noch nicht so stark aber auch bei Studierenden das bestimmte Dinge werden einfach schnell nachgeschaut.

00:33:52: wenn man irgendwie eine Frage im Raum hat dann wird erstmal geguckt gibt es der Antwort im Netz?

00:33:58: Und das ist ja auch okay für die ganze Informationsgeschichte.

00:34:03: Jetzt wäre ja die Frage und das Szenario könnte es passieren, dass diese Automatismen auch immer stärker werden im Blick auf den Umgang mit solchen großen Fragen?

00:34:14: Wir würden ja so hang Aufklärungsorientiert sagen eigentlich sind diese großen Fragen ein höchster Anspruch an unsere eigene individuelle Mündigkeit und Denkleistung.

00:34:25: Verwende deinen eigenen Verstand.

00:34:27: Genau, benutze deinem eigenen Verstand und dann hast du sozusagen alle Möglichkeiten dir Antworten zu erschließen über das was du selber als Potenzial denkrisch zur Verfügung hast.

00:34:38: Das ist die alte aufgeklärte aufkläherische Tradition von der lebt auch den ganzen Bildungsbereich die Kommunikation mit dem anderen, weil wir uns darauf verlassen.

00:34:49: Der andere Bereich hat sozusagen mein eigenes Wissen oder erweitert meine Horizonte und so weiter.

00:34:55: Und wenn diese Form der der Sinn suche, nämlich den Begriff, wenn der auch jetzt automatisiert wird wie länger das dann mehr, da kommen wir natürlich in eine Situation, die einigermaßen herausfordernd wird.

00:35:08: ob es dahin geht weiß man weiß.

00:35:10: ich kann mir noch nicht genau sagen Aber eben, wenn das Stimmseite die Art und Weise wie wir überhaupt anfangen jetzt zu denken oder überhaupt Denken angesichts der Möglichkeiten, die uns die KI bietet.

00:35:25: Dann stellt sich die Frage wo ist der Eigen Sinn?

00:35:28: Das mache ich in den Denkens noch!

00:35:33: Machen wir es uns dann halt bequem und sagen, das ist doch schon eine ganz passende Antwort.

00:35:39: Oder könnte auch sein, dass wäre so was für ne Folgestudie?

00:35:43: Nehmen die Studierenden dann die Antworten der KI und sagen, okay jetzt hilft mir das um von dort aus selber weiterzudenken?

00:35:51: Wahrscheinlich gibt es beides.

00:35:52: Was passiert wenn die KI dir sagt mach mit deinem Freund Schluss und du machst Schluss mit deinen Freunden?

00:35:58: Wie geht's da weiter?

00:36:00: Das kommt in Schweden hinzu.

00:36:01: ja!

00:36:02: Wie machst Du es als Professor, wenn Du Antworten kriegst und Arbeiten kriegste wo du... Merkst du, da hat die Prothese KI mitgeholfen?

00:36:10: Ja.

00:36:10: Also bestimmte Arbeitsaufgaben kann man ja gar nicht mehr stellen ohne dass man damit rechnen muss das es über KI gemacht wird.

00:36:17: also wir versuchen jetzt auch über das ganze Format von Essays nochmal neu nachzudenken und zu überlegen wie kann man da eigene Produktivität und eigenes Denken anregen durch entsprechende Aufgabenstellungen.

00:36:32: Also wir gehen im Moment den Weg, dass wir sagen macht es transparent an welchen Stellen und wofür ihr die KI eingesetzt hat.

00:36:40: Bei der Erstellung eines bestimmten Produkts oder eines wie auch immer gearteten Projektes oder Essays oder so.

00:36:50: Und dann kannst du immer nur wieder an kritische Mündigkeit appellieren und sagen Macht euch dazu erstmal eigene Gedanken dann den zweiten Schritt vielleicht abzugleichen mit der KI.

00:37:02: Was sagt denn die zu dem, was ich jetzt bisher selbst gedacht habe?

00:37:07: Also das nochmal rumzudrehen wäre vielleicht eine Möglichkeit.

00:37:11: nicht wir sind der Prüfstein in der KI sondern die KI ist der Prüftein unserer eigenen Gedanken

00:37:16: und da ist sie wirklich gar nicht so schlecht wenn man fragt wo Sie denn da noch Gedanken lücken oder wo es ein Konzept noch noch nicht ausgereift.

00:37:29: Ja, ja klar.

00:37:29: Als Inspiration alle mal und fragen wir uns immer sozusagen wo ist der eigene Geist?

00:37:34: Und wo kommt dann die KI ins Spiel und wie stark?

00:37:38: Ihr habt schon gesagt dass der Bottler aus dem werden auch Aspekte wie Wärme zugeschrieben Autorität.

00:37:48: also man glaubt eben Wie weit.

00:37:50: könnt ihr mit eurer Studie jetzt auch belegen, dass tatsächlich jetzt schon also menschliche Coaches spirituelle Guides auch spirituelle Lehrerinnen bis zu einem gewissen Grad jetzt schon ersetzt werden durch künstliche Intelligenz?

00:38:09: Diese Frage können wir herrlicherweise so nicht beantworten.

00:38:13: Weil wir müssten es ja in Bezug setzen können dazu wie sie sonst spirituelle Coaches oder andere Geiz genutzt hätten oder haben.

00:38:24: Damit wir sehen, findet da ein Abtausch statt und das geht dann auch nicht in einer Querschnittsbefragung sondern dazu müssen die Studierenden über längere Zeit immer mal wieder befragen.

00:38:42: In dem Sinne können wir nur sagen es wird so genutst Auch für ziemlich teilweise halt dann doch auch heftigere Themen, also auch stärker emotional belastende Themen.

00:38:59: Und was da hinten bei rauskommt wie schon vorhin erwähnt ob man das noch gegen spricht mit einem jemand anderem?

00:39:08: Das wissen wir so jetzt nicht!

00:39:11: Aber wir sehen auf den anderen Seite auch, dass die Eltern und die Piers und die Freunde nach wie vor eine große Ansprechgröße ist.

00:39:18: Also es nicht so, dass sie verloren gehen?

00:39:19: Die gehen

00:39:20: nicht verloren.

00:39:21: Aber religiöse Instanzen, religiöser Gemeinschaften, die wurden weniger als Gesprächspartner für diese großen Lebensfragen genannt.

00:39:34: Ein Aspekt, den ich auch spannend finde bei eurer Studie.

00:39:37: Ihr habt auch zu der Frage der Einsamkeit Fragen gestellt, etwas das heute ja sehr verbreitet ist.

00:39:47: Auch zum Teil zusammenhängt mit der Digitalisierung und mit der digitalen Welt, mit der Nutzung von diesen Tools der Abhängigkeit auch.

00:39:58: Wie schauen da die Ergebnisse aus?

00:40:03: Also was uns dabei überrascht hat, ist dass die Einsamkeit war nicht hoch.

00:40:10: Das heißt Teilnehmenden an unserer Studie, die fühlen sich nicht wirklich einsam.

00:40:16: Allerdings ist die soziale Verbundenheit sehr tief.

00:40:21: Dass da irgendwie widersprüchlich... Da haben wir uns auch im Team die Köpfe darüber zerbrochen.

00:40:26: wie können wir das erklären?

00:40:29: Ist es vielleicht so dass man sich faktisch gesehen nicht ausgeschlossen, nicht isoliert, nicht alleine fühlt weil da wären Da wären gegenüber vorhanden, aber ich fühle mich zu den anderen einfach weniger verbunden.

00:40:46: Vielleicht genau weil durch diese digitale Räume halt auch irgendwie Barrieren entstehen man weniger face-to-face spricht, weniger gut einschätzen kann.

00:41:01: wie ist das angekommen was sich gesagt habe?

00:41:06: Wie vielleicht ja diese Connection dann zu anderen fehlt im digitalen Raum oder die emotionelle Validierung fällt.

00:41:15: Und die gibt uns die KI, das wäre so.

00:41:19: Wie siehst

00:41:20: du diese Spannung Einsamkeit?

00:41:23: Für uns war es eigentlich überraschend dass wir auch damit gerechnet, dass der Anteil derer für sich sagen ich fühle mich eher einsam, dass er höher ist.

00:41:30: Das ist ja auch so eine öffentliche Debatte, die sagt unter den jüngeren Generationen zu von Corona und so.

00:41:37: Das haben wir wirklich nicht festgestellt.

00:41:38: aber eben wie Sina gesagt hat man fühlt sich unter Umständen digital stark verbunden, aber weniger sozial verbunden.

00:41:48: Also das ist dann doch so eine Form von... Man hat dann auch einen relativ... Da haben wir auch erfragt ein relativ überschaubar nicht relativ sondern sehr überschaube an Freundeskreis zum drei vier Personen.

00:41:59: Interessant

00:42:00: der Weise ja die im Schnitt sind das vier Personen, die man als seine engen Freunde zählt.

00:42:07: und dann haben wir noch nach Idealen Anzahl Freunde gefragt und nach der Anzahl Freunde die andere im Studiengang haben, das wurde immer höher geschätzt als die eigene tatsächliche Anzahl enger Freunde.

00:42:21: Digitale Verbundenheit ist nicht gleich soziale Verbundenkeit.

00:42:25: Es ist eigentlich nur eine erschreckend niedrige Zahl.

00:42:30: Ich weiß gar nicht, wie viele... Was wäre die ideale Zahl an Freundinnen und Freunden, die angegeben wird bei unseren?

00:42:35: Das

00:42:35: waren nicht sehr viel mehr.

00:42:37: Es waren dann fünf oder sechs.

00:42:39: Aber trotzdem würde die eigene Anzahl vollende immer tiefer geschätzt

00:42:43: werden.

00:42:44: Insofern sind da ja auch so Begriffe wie was weiß ich wenn man denn auf Insta oder Facebook oder wo der Riesenfreundeszahlen hat, die sind ja auch ein bisschen Vorspiegelung falscher Tatsachen.

00:42:55: Also dann hat man einen großen Kreis von Menschen mit denen man angeblich verbunden ist.

00:43:01: Aber faktisch spielt es für die soziale Verbundenheit wahrscheinlich eine relativ geringe Rolle?

00:43:05: Die Frage ist nur was fällt dann schlussendlich mehr ins Gewicht, die Einsamkeit oder die sozialen Verbundenheit?

00:43:12: also sie fühlen sich nicht einsam oder nicht zu stark einsam.

00:43:16: Also

00:43:17: das Erkenntnis ist hier ein Mittelwert,

00:43:19: dass

00:43:20: die Interaktion auch mit der KI das Gefühl vermittelt da ist ein Ansprechpartner, da is'n Companien da

00:43:31: Ja also eben einen Interaktionspartner in jedem Fall der in irgendeiner Form eine Orientierung liefert.

00:43:39: ich hab auch nochmal in diese offenen Antworten reingeschaut.

00:43:42: es ist tatsächlich so feststellen kann.

00:43:48: Also eine Frage, das formuliert jemand bin ich ein guter Mensch obwohl ich pump-pump getan habe also da ist jetzt gibt er nicht an was er konkret getan hat.

00:43:59: aber das deutet ja ganz stark darauf hin dass jemand da irgendwie für sich etwas klären muss persönlich Und jetzt die Kaidena fragt, bin ich dann noch gut?

00:44:11: Wenn ich dieses oder jenes getan habe.

00:44:16: Das lässt sich ja gar nicht anders deuten wie wenn man da irgendwie wirklich Rat sucht.

00:44:21: in dem Fall und das ist immer wieder bei den Punkt also wir wissen da nicht genau.

00:44:27: Erstens wissen wir nicht, was die Keiche geantwortet hat.

00:44:30: Zweitens wissen wie die Person darauf reagiert hat.

00:44:33: aber schon allein dass man die Frage stellt zeigt ja da wird ein Bedürfnis irgendwie abgerufen und das ist für uns sehr spannend weil es eben diese Diskussionen bisschen entzaubert oder relativiert.

00:44:49: ja dann wenden sich Menschen irgendwie an eine Maschine Lassen sich dann irgendwie auch so einen Maschinenrad einnehmen, ist es viel komplexer.

00:44:59: Und was ja auch spannend ist das die Menschlichkeit darauf keinen Positiven also Die Wahrnehmung der Maschine als menschlich Ist dabei nicht wichtig im Gegenteil genau dass die Maschine eben nicht menschlich ist, kann ein Vorteil sein.

00:45:16: Weil man sich dann geschützter oder anonymer fühlt weniger Hemmschwillen da ist zu sagen ich habe Punkt Punkt Punkt gemacht bin ich ein guter Mensch?

00:45:26: Das ist eine Bestätigung dafür was du auch vorhin gesagt hast Thomas das man es wirklich wie mit so Zwischenformen zu tun haben wo ihr da in gewisser Weise ins Neuland auch geht Wo wir auch erst eine Sprache finden müssen und auch verstehen müssen, was da emotional mit in dem Fall jungen Menschen aber ja auch eigentlich mit allen passiert die diese Sprachmodelle LLMs nutzen.

00:45:55: Ich glaube schon das ist ein ganz wichtiger Punkt es auch für die weitere gesellschaftliche Diskussion.

00:45:59: wir müssen glaube ich ein bisschen davon wegkommen dass man Menschen brandmarkt wenn sie solche Angebote nutzen.

00:46:07: Also nach dem Motto, die werden jetzt alle abhängig und die werden alle technikhörig.

00:46:13: Und die verlassen sich auf den Rat eines Algorithmus wie doof sind die denn?

00:46:19: Das ist viel, viel komplexer!

00:46:21: Und auch die bis hin zur Frage, warum suchen sich junge Menschen dann in Eiselfällen?

00:46:27: Auch zu religiösen Fragenrat.

00:46:29: Da kann man ja jetzt nicht sagen, warum gehen sie nicht in ihre Kirchgemeinde?

00:46:31: Da kriegen Sie doch Antworten!

00:46:32: Warum gehen die nicht in Gottesdienst?

00:46:34: Warum gesuchen die nicht einen Zählsauger auf und so weiter?

00:46:36: Ja nun weiß ich genau so eine Form für sich als die momentan richtige Empfinden.

00:46:42: also wir müssen erstmal ziemlich wertfrei mit diesen Ergebnissen umgehen, auch wenn wir vielleicht das Gefühl haben und natürlich weiß man da stehen ganz viele ökonomische Prozesse dahinter oder bestimmte Tech-Unternehmen wollen.

00:46:54: Dass man dran bleibt und dass man es nutzt.

00:46:57: alles klar.

00:46:58: aber ich würde erstmal den Blick wirklich genau auf diese Form von Bedürfnisartikulationen richten und das extrem ernst nehmen wie Menschen dagegen unterwegs

00:47:11: sind.".

00:47:12: Und diese Antworten scheinen ja nicht völlig unbefriedigend zu sein, weil sehr viele das im Nutzen.

00:47:20: Auch für Lebensfragen.

00:47:21: ein Viertel glaube ich ist das Ergebnis eurer Studie.

00:47:25: Sagt die Studie auch etwas darüber aus wo die Grenzen der KE sind als Gegenüber?

00:47:34: Die Grenzen so konkret abgefragt haben wir nicht.

00:47:38: Wir haben die Leute weshalb sie es nicht nutzen gefragt.

00:47:41: Weshalb nutzt du es denn nicht?

00:47:44: und da kann diverse Dinge auf, beispielsweise auch ich denke lieber selbst oder Umwelt bedenken.

00:47:54: Oder Datensicherheitsbedenken.

00:47:56: gleichzeitig schätzen dann aber die Leute, die es nutzen, schätzen die Orientierung, die Verdichtung der Information

00:48:06: etc.,

00:48:06: also was für die einen eine Grenze ist das Ich möchte lieber selber denken ist für andere cool.

00:48:13: ich bekomme die Informationen verdichtet.

00:48:17: Also abgefragt haben wir das so konkret nicht.

00:48:21: Ich kann sonst meine eigene Einschätzung dazu abgeben, was ich denke wo da Grenzen sind nämlich einerseits natürlich mal jetzt besonders bei Zerkehrarbeit Berührungen die fehlen also eine Umarmung oder nur schon jemand der die Hand hält.

00:48:40: Das kann die KI natürlich nicht geben.

00:48:43: und Gerade bei dieser emotionalen Malidierung, die bei der Nutzung der KI, also bei der soziale Nutzungen und bei den Nutzungsführer Lebensfragen ja, die scheint ja wichtig zu sein.

00:48:54: Und trotzdem denke ich das es für die persönliche Entwicklung dann doch auch wichtig ist mal anzuecken, mal zu irritieren auf halt einen Gegenstand zu stoßen so auch sich selber und die anderen zu spüren genau weil man in Konflikt kommt.

00:49:11: Man sagt ja auch Streit stärkt eine menschliche Beziehung Und das hat man mit der KI nicht.

00:49:17: Ich würde nur einen Punkt dazu legen, weshalb ich jetzt auch bisher eigentlich noch gar nie irgendwie in die Versuchung gekommen bin mir da persönlichen Rat zu holen.

00:49:24: Jetzt nur für mich natürlich.

00:49:27: Mir würde diese Erfahrungsebene des Gegenübers fehlen.

00:49:30: also ich würde mehr erwarten bei irgendeinem Dialog über ein großes Thema welcher Natur auch immer und dass wir das gegenüber auch mit seinen Lebenserfahrungen mit einem Wissensschatz mit was auch immer irgendwie da den Eindruck widerspiegelt, der oder die versteht mich eben aufgrund vielleicht einer ähnlich durchlebten Situation.

00:49:52: Oder eine anders bewältigten Situation als so wie ich es für mich jetzt vielleicht bewältigen würde und so.

00:49:58: Und das wäre meine... Das ist sozusagen meine rote Linie oder meine Grenze.

00:50:04: Also ich kann mir nicht vorstellen dass es... Wie gesagt, ich spreche jetzt nur mal persönlich dass diese Erfahrungsebene ersetzbar werden kann durch einen bestimmten schriftlichen Rat oder sowas.

00:50:23: Ja, es gibt ja auch Menschen die sprechen mit der KI aber ich werde da absolut nicht waren damit.

00:50:32: Sine Horner, Thomas Schlag wollen wir zum Schluss noch in die Kristallkugel schauen?

00:50:38: wie schätzt ihr das ein?

00:50:39: Wie tief greifend wird denn die KI das soziale und emotionale Leben?

00:50:49: Ja, aktuell sind ja Tendenzen in beide Richtungen noch denkbar.

00:50:56: Also einerseits denke ich kann es ein unglaublich gutes Tool sein auch genau weil beispielsweise Therapie Plätze beschränkt sind und weil gerade so viel Leid in der Gesellschaft geschieht das Bedürfnis danach haben, sodass wir mit unseren menschlichen Ressourcen dem gar nicht ausreichend nachkommen könnten.

00:51:25: Das heißt wenn die Kaida ein Tattoo wäre dann denke ich könnte damit ganz viel Gutes auch gemacht werden vielen Leuten geholfen werden.

00:51:34: aber was wir halt noch nicht wissen ist hilft es denn auch tatsächlich?

00:51:41: hilft es wenn jemand einsam ist oder macht es nur noch einsamer.

00:51:45: Aktuelles beides denkbar und ich wünsche mir natürlich, dass das in eine gute Richtung geht.

00:51:49: Ich könnte mir gerade auch vorstellen, dass eine Ergänzung wichtig ist, dass man im Notfall seinen KI Therapeuten hat aber später dann weiter geleitet wird an einen Menschen.

00:52:02: Das wären so meine Hoffnungen.

00:52:05: Ich sehe natürlich eine Herausforderung für all die Instanzen, die bei uns in der Gesellschaft für Seelsorge oder aber auch für Psychotherapie oder so zuständig sind.

00:52:14: Also was passiert denn da mit diesen offensichtlichen Bedürfnissen und Nöten und Ängsten, die viele Menschen haben wenn das abwandert?

00:52:21: In so einer starker digitale Form?

00:52:23: wie gesagt bei allem Verständnis dafür wir Menschen das nutzen.

00:52:26: Aber ich würde es auch als eine Herausforderungen betrachten für eine institutionelle Seelsorge im Fall der Kirchen, sich genau zu überlegen.

00:52:36: Was bedeutet das schon in einer sehr frühen Phase auch?

00:52:39: Du hast vorhin gesagt, mit acht das erste Smartphone.

00:52:41: Ich weiß auch von jüngeren Kindern und Kollegen die haben schon mit fünf, sechs haben sie ihren persönlichen Chatboard.

00:52:48: Na ja nun also was erwarten denn dann die Eltern wenn diese Kinder mal zehn, zwölf oder fünfzehn sind in Pubertätkrisen kommen?

00:52:55: Gehen die dann zu den Eltern?

00:52:56: gehen die zu ihrem Konformationsfahrer oder ihrer Paare wahrscheinlich eher nicht.

00:53:01: Also für mich schon so eine Sensibilisierung Ressourcen und Grenzen, aber auch gute Erfahrungen mit persönlicher Beziehung.

00:53:09: Ganz relevant für all diejenigen, die sich fürs Zuständig erklärt haben für das Heil oder Seelenwohl oder wie immer man das bezeichnen will von Menschen zuständig zu sein.

00:53:21: also ich finde es ein Stück weit ein gesellschaftliches Alarmsignal oder sagen wir mal eine Aufgabenbeschreibung für diese Instanzen sich klarzumachen.

00:53:35: Bedürfnisse sind da und wie können wir Raum geben, um die so zu artikulieren dass Menschen eben nicht nur auf diese digitalen Angebote zurückgreifen?

00:53:45: Was hilft euch selbst geerdet zu bleiben?

00:53:52: Ja das ganze auch in Perspektive zu setzen und natürlich Das soziale Umfeld, das ich tatsächlich habe.

00:54:01: Aber das ist dann vielleicht für viele Menschen auch eine Luxus-Situation?

00:54:07: Ja wirklich die Füße auf den Boden zu stellen also wo auch immer sich zu bewegen weg vom Schreibtisch, weg vom Screen, weg von Smartphone um etwas ganzheitlicher wahrzunehmen was eigentlich um einen rum so unterhalb überhalb so passiert.

00:54:24: Herzlichen Dank euch beiden für diesen spannenden Einblick in eine ganz aktuelle Studie.

00:54:30: Ihr seid sogar noch dabei, da die Interpretation auszuarbeiten und ich freue mich sehr dass in meinem Podcast Himmel und Erdung wir schon einen Einblick bekommen durften auch ein Einblick jetzt in euer Forschungsprojekt Digital Religions.

00:54:49: Darüber hast du, Thomas ja auch schon mit meiner Kollegin Lila Souter gesprochen in einem Podcast.

00:54:56: Den werde ich verlinken und dieses sehr spannende Forschungsprojekt läuft ja noch.

00:55:02: es ist ein langes also über zehn Jahre elf Jahre und ist halt ungefähr in der Mitte Und das wird spannend was da noch alles herausgearbeitet werden wird aber auch etwas mit unserer Welt basiert die sich so schnell dreht.

00:55:17: Herzlichen Dank

00:55:18: Danke.

Über diesen Podcast

Der Podcast für eine Spiritualität, die Himmel und Erde in Berührung bringt;
Host: Johanna Di Blasi.

Ich spreche mit meinen Gästen darüber, wie wir in der digitalen Gegenwart spirituell leben können – zeitgemäss, Offline wie auch Online.

von und mit RefLab

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