TheoLounge: Gespräche über Gegenwart – jenseits von Glaube oder Unglaube (RefLab)

TheoLounge: Gespräche über Gegenwart – jenseits von Glaube oder Unglaube (RefLab)

Deine Zeit für ein gutes Gespräch

Loten Dahortsang: Buddhafiguren sind eine westliche Erfindung

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In interspirituellen Gesprächen zeigt sich Verschiedenheit. WESENTLICH aber ist das Verbindende. Hier setzt die TheoLounge an: mit Lust auf Fremdes, Neugier auf Verbindendes und ohne Tabus!

In dieser Folge verbinde ich mich - und euch, wenn ihr mögt - mit einem faszinierenden buddhistischen Mönch und Lehrer: Loten Dahortsang.

Loten versucht, den Augenblick zu leben. Er forscht nach dem Glück in der Tiefe. Er hat mir Tee angeboten. Ich durfte ihn alles fragen – und er ist keiner Frage ausgewichen.  Als die Klosterglocke bimmelte, um das Mittagessen anzukündigen, blieb er sitzen, weil ich weitere Fragen hatte.

Wir haben über religionsunabhängige Spiritualität geredet, über Gebet als aus der Mode gekommene Übung und über die Bedeutung der Sangha: der buddhistischen Gemeinschaft.

Was ist Sangha? Die Versammlung der Mönche? Oder die Gemeinschaft der Mönche und der buddhistischen Laien?

Aus meiner Sicht deutet die Trennung von spirituellen Profis (im Katholizismus: Priester) und Laien auf Religionsförmigkeit hin. Loten aber sieht das anders.

Ich merke als Christin immer wieder, dass ich in der echten Begegnung mit dem Fremden immer auch etwas über das Eigene lerne. Diese Erfahrung wünsche ich auch euch! Und freu mich über Kommentare.

Von Loten Dahortsang gibt es auf YouTube auch Meditationsvideos.

Music: Tibet, by Sergei Chetvertnykh from Pixabay

RefLab Festival: Lesung von Birgit Mattausch

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«Das Bleiben. Das Gehen. Ununterscheidbar, wo es beginnt, wo es endet.»

«Ein Hochhaus am Waldrand ist das Zuhause von Nanush und ihrer Urgrossmutter Babulya. Einst hat die Urgrossmutter ihre Urenkelin von Sibirien nach Deutschland getragen, nun deckt Nanush die alte Frau abends mit einer Steppdecke zu.»

Beim Podcast-Festival «Expedition WIRklichkeit» des RefLab las Birgit Mattausch aus ihrem berührenden und ungewöhnlichen Roman «Bis wir Wald werden».

Ein Buch über die paradoxe Rückkehr in eine fremde Heimat und über intergenerationale Wunden, die nur langsam heilen.

Einschlägige Podcasts:

Steppenkinder. Der Aussiedler Podcast von Wedwin Markentin und Ira Peter

X3 Podcast. Der erste RD+ und PostOst Podcast

Peter Kamber: Die Bauern und die Äbtissin

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Schon vor 500 Jahren erlebten die Menschen multiple Krisen. Und in kaum einer Gegend waren die Spannungen und revolutionären Energien grösser als im damaligen Zürich und im Zürcher Umland.

Im Gespräch mit dem Zürcher Reformationshistoriker und Romanautor Peter Kamber («Reformation als bäuerliche Revolution») geht es in dieser TheoLounge um die Umbruchszeit, in der sich das feudalzeitliche Zürich in einen Hort der Reformation verwandelte.

Kaum ein Forscher hat sich so tief und umfassend mit den komplexen Ereignissen im damaligen Zürich auseinandergesetzt wie Kamber. Ausserdem hat er einen Roman geschrieben, der kurz vor der Veröffentlichung steht. Protagonist ist mit Conrad Grebel ein Zürcher Ratsherrensohn und Mitbegründer der Täuferbewegung.

Manches, was damals in Zürich aufkeimte und aufbrach, strahlte in alle Welt aus. Vieles wirkt bis heute nach. Eine Schlüsselrolle in einem brenzligen Geschichtsmoment spielte mit Katharina von Zimmern eine mächtige, den Frieden, aber auch einen Söldnerführer liebende Frau.

Die Äbtissin des Fraumünster stand einem Kloster vor, das aufgrund immenser Zehnteinnahmen das mächtigste Kloster auf dem Gebiet der heutigen Schweiz war. Die hochadelige klösterliche Feudalherrin war praktisch die Herrscherin von Zürich.

Ende 2024 jährt sich zum 500. Mal die legendäre Schlüsselübergabe der letzten Äbtissin des Zürcher Fraumünster, Katharina von Zimmern. Ihr zu Ehren stehen vor allem in der zweiten Jahreshälfte in Zürich eine Reihe von Veranstaltungen ins Haus: Ausstellungen, Stadtführungen, Konzerte, Diskussionen. Das Programm zum Katharina-Gedenkjahr 2024 findet sich hier.

Im Juli 2024 jährt sich ausserdem zum 500. Mal der Ittinger Sturm, die erste grosse Klosterbesetzung und -zerstörung im Zürcher Umland.

Im Mai 2025 findet in Zürich die Mennonitische Weltkonferenz statt. Gefeiert wird der Beginn der Täuferbewegung vor 500 Jahren in Zürich.

Musik im Podcast: Agnus Dei X Kevin MacLeod (incompetech.com), Licensed under Creative Commons: By Attribution 3.0 License, http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/

Seelenflunkern mit Johanna Haberer

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Die Theologin Johanna Haberer nimmt seit 2019 gemeinsam mit ihrer Schwester, der ZEIT-Redakteurin Sabine Rückert, den beliebten Bibelpodcast «Unter Pfarrerstöchtern» auf. Die beiden haben einem Massenpublikum die biblischen Geschichten aufgeschlossen. Mit ihrem heiteren und lockeren Erzählstil und ihrem profunden Bibelwissen.

Johanna Haberer ist zudem Autorin des Buches «Seele. Versuch einer Reanimation». In dieser TheoLounge diskutiert die Theologin mit Johanna Di Blasi und Andy Loos aus dem RefLab über Seele. «Seelenflunkern» mit Johanna Haberer war Teil des ersten Podcastfesstivals des RefLab «Expedition Wirklichkeit» Anfang März 2024 in Zürich.

Hier geht es zu einer aktuellen Blogserie zum Thema Seele von Johanna Di Blasi.

Leben wir noch im säkularen Zeitalter?

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In den vergangenen Jahrhunderten galten grosse Teile der Bevölkerungen Europas als religiös, während Philosophen häufig religionskritisch waren. Heute scheint es fast umgekehrt zu sein: Volkskirchen erleben eine beispielslose Krise, Kirchenmitgliedschaftsstudien erkennen einen ungebremsten Trend Richtung Säkularisierung. Gleichzeitig aber stehen wichtige philosophische Vordenker seit einigen Jahrzehnten den Religionen immer aufgeschlossener gegenüber und manche sagen, dass wir in einer postsäkularen Zeit leben.

Der Religionsphilosoph Luca Di Blasi hat sich vor einer Woche in einem Blogbeitrag für RefLab mit der Frage auseinander gesetzt: «Was ändert sich, wenn Religionen bleiben?»Im vorliegenden Podcast vertieft er im Gespräch mit Christoph Kerwien das Thema des Postsäkularen und seine Aktualität. Nebenbei erfährt man auch etwas über die Gnosis, und was sie mit Verschwörungstheorien verbindet.
Ihr findet den Podcast auch auf der Homepage des von Luca Di Blasi an die Universität Bern ins Leben gerufenen Postsecular Lab.

Von Engelshand gehalten! Good Life Talk mit Christoph Sigrist

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«Niemand hat Boden unter seinen Füssen», ist Sigrist überzeugt. Deswegen sei es so schön, sich von Engelshand gehalten zu wissen und dabei auch noch die Hände frei zu haben, um andere zu halten. Ganz anders der Versuch, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Dabei ist bisher noch jeder untergegangen.

Christoph Sigrist ist ein Schweizer Theologe und Diakoniewissenschafter. Nach fast 20 Jahren als Pfarrer am Zürcher Grossmünster hat er für 2024 überraschend seinen Rückzug angekündigt.

In dem Podcast verrät Sigrist, dass er sich künftig stärker der Arbeit mit Studierenden und dem Hilfswerk Sachham in Nepal verschreiben möchte.

Schwimm dich frei! Good Life Talk mit Andy Loos

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Explore what the good life means to you, and connect with others doing the same! Im zweiten Good Life Talk ist Andy Loos vom Theologie-Podcast «Geist.Zeit» Gast von Johanna Di Blasi.

Andy wuchs im idyllischen Siegerland auf, in einem streng pietistischen Umfeld. Dort war vieles verboten, was gemeinhin Spass macht: Tanzen, Kinobesuche oder Popmusik hören. Er habe seiner Herkunft viel zu verdanken, aber sich gleichzeitig auch «freischwimmen» müssen, sagt der Theologe.

Andy und Johanna tauschen sich in dem adventlichen Podcastgespräch über die Kraft der Imagination aus, den Manifesting-Trend, Ähnlichkeiten und Unterschiede zu christlichem Gebet und zwei verschiedene Arten von Zukunft: futurum und adventum.

Ist Selbstsorge egoistisch? Good Life Talk mit Thorsten Dietz

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Zum Auftakt einer TheoLounge-Reihe zu gutem Leben ist mit Thorsten Dietz einer der erfolgreichsten Theologie-Podcaster im deutschsprachigen Raum Gast von Johanna Di Blasi. Er macht mit bei «Worthaus», «Karte und Gebiet« sowie dem neuen Podcast «Geist.Zeit».

Der Schweizer Rundfunk titulierte Dietz als «Theologie-Verklickerer». Er ist auch Bestseller-Autor. Buchtitel lauten «Sünde. Was Menschen heute von Gott trennt» oder «Gott in Game of Thrones. Was rettet uns, wenn der Winter naht?».

In der TheoLounge spricht Thorsten über seine persönliche Frömmigkeit, über Dankbarkeit als interessantes und keineswegs universales Konzept, aber auch über verkorkste Frömmigkeitsformen, wo das Danken zwanghaften Charakter annimmt.

«Es gibt Menschen, die das danken müssen gleich wieder als innerer Verpflichtung empfinden und aus dem dankbar sein müssen eine Art Generator für Schuldgefühle machen, so dass es ihnen schadet, dankbar sein zu sollen.»

Zum Thema des guten Lebens sagt Thorsten:

«Gutes Leben kann man sich nicht auf Vokalbelkärtchen schreiben. Am Ende ist es ein Tun, ein Sein, eine Performance.»

In die TheoLounge ist der Podcaster trotzdem mit ein paar Stichworten gekommen, die er aber bald zur Seite legte.

Musik: Valse Gymnopedie Kevin MacLeod (incompetech.com), Licensed under Creative Commons: By Attribution 3.0 License, http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/

Hören KI-Unternehmer auf Kirche? Ein Gespräch mit Thomas Hausheer

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Religion und KI (4): Der Grossraum Zürich ist unter den weltweit führenden Zentren für Roboter- und Drohnenentwicklung. Das angrenzende Zug wird auch Bitcoin-Valley genannt. Johanna Di Blasi aus dem RefLab unterhält sich in dieser Ausgabe des Podcasts TheoLounge mit Thomas Hausheer, dem Leiter des Forums Kirche und Wirtschaft im Schweizerischen Konzernhotspot Zug: über digitale Ethik in der Schweizer Wirtschaft und darüber, was Kirche zur Wahrung, Einhaltung und Verbesserung unternehmensethischer Standards beitragen kann.

Replika im Religionsunterricht? Ein Gespräch mit Marcel Scholz

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Religion und KI (3): Verändert Künstliche Intelligenz die Religion? Und können umgekehrt religiöse und theologische Einsichten die KI-Entwicklung beeinflussen? Das wollen wir in einem vierteiligen Themenschwerpunkt des Podcasts TheoLounge herausfinden.

Nach einem Gespräch mit dem Religionsphänomenologen Jonas Simmerlein über KI-Gottesdienste, ChatGPT und Hassmails und mit der Theologin und Technikanthropologin Anna Puzio über religiöse Roboter geht es weiter mit dem Religionspädagogen Marcel Scholz und der Frage:

Was sollen junge Menschen in der digitalen Ära im Religionsunterricht eigentlich lernen?

Marcel Scholz ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Praktische Theologie/Religionspädagogik der Universität Mainz und gehört dem jungen Forscher:innen-Netz Religion and AI an. Er studierte an der Technischen Universität Dortmund Kunst und Evangelische Theologie für das Lehramt.

Über diesen Podcast

Relaxte Gespräche mit guten Gästen zu Themen aus Theologie, Gesellschaft und Kultur: transkonfessionell, transkulturell und hybrid. Uns gibt es im Netz und analog. Hör rein oder schau einfach vorbei!

von und mit RefLab

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